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Von Branzino bis Bröseltopfen



Seit 70 Jahren erfüllt der Benediktiner Markt die kulinarischen Wünsche der Klagenfurter

Was steht auf dem Einkaufszettel? Edle Krustentiere aus der Adria, frühmorgens gepflückte Blattsalate aus der Gärtnerei des Vertrauens oder kulinarische Spezialitäten aus Slowenien – auf dem Benediktiner Markt in der Innenstadt von Klagenfurt finden Köchinnen und Hausmänner garantiert die Zutaten für das geplante Menü.

Seit nunmehr 70 Jahren ist der Benediktiner Platz so etwas wie der „Bauch Klagenfurts“, die erste Anlaufstelle für Köche und Köchinnen, die Wert auf erstklassige Lebensmittel legen, für Genießer und Produzenten, die über einem aromatischen Kräuterbüschel oder einer würzigen Käseprobe Rezepte tauschen oder das neueste Stadtgerücht besprechen. Natürlich hat sich die Angebots-Palette im Laufe der Jahrzehnte unglaublich erweitert, wo man früher zwischen Kopfsalat und Endiviensalat wählen konnte, stehen heute zum Beispiel ein Dutzend Salatsorten zur Wahl.

Erst recht hat die Öffnung der Grenzen durch die Europäische Union zur kulinarische Vielfalt beigetragen, so bauen neben Bauern aus ganz Kärnten auch Lebensmittel-Produzenten aus dem benachbarten Friaul und Slowenien jeden Donnerstag und Samstag zwischen 6.30 und 13.30 Uhr ihre Stände rund um die Statue des „Steinernen Fischers“ auf. Die beiden Hallen des Benediktinermarktes sind täglich (außer Sonntag) geöffnet, am Freitag findet in der benachbarten Kaufmanngasse der Biomarkt statt.

Kulinarische Völkerverständigung – die Alpe-Adria-Küche

Die bunte Vielfalt an Lebensmitteln ist eine Lust für Augen und Gaumen. Auf dem kleinen Raum des Marktes können sich die Kunden und Flaneure höchst genussvoll durch die drei Kulturen kosten, riechen und schmecken, die sich in Klagenfurt begegnen: Die Küchentraditionen von Kärnten, Slowenien und Friaul vereinen sich hier zur Alpen-Adria-Küche.

Die Jägerinnen und Jäger des guten Geschmacks entdecken an den Marktständen viele Produkte, die es im Supermarkt nicht zu kaufen gibt: Duftendes Brot und Gebäck aus der Backstube einer Bäuerin, Milchprodukte vom Bio-Schafbauern, hausgemachte Wurst- und Selchwaren nach familiärem Geheimrezept, Fangfrisches aus Flüssen, Seen und Meer.

Kärntner Minze

Und natürlich sind die Zutaten für die Kärntner Spezialität verfügbar: Die Kräuterfrau hat garantiert „Nudelminze“ im Sortiment und an den Ständen für Milchprodukte gibt es verlässlich „Bröseltopfen“ – beides unverzichtbar für Kärntner Käsenudeln. Das Österreichisch-Deutsche Kulinarik-Wörterbuch schlägt für Bröseltopfen als Übersetzung „körniger Frischkäse“ vor, das trifft es aber nicht genau. Da hilft nur hinfahren und selber probieren.

Feinschmecker können gleich am Markt verkosten, was sich aus den kulinarischen Schätzen zaubern lässt. „Stand 17“, die „Kochwerkstatt“ oder „Bei Rudi’s“ sind beliebte Treffpunkte, um sich nach einem Einkaufsbummel über den Markt genussvoll zu stärken.

Und wie kommt der Steinerne Fischer auf den Benediktiner Markt? Ursprünglich stand die Statue aus dem 17. Jahrhundert in der Nähe des Lendhafens, wo Jahrhunderte lang der Fischmarkt abgehalten wurden. Eine Sage berichtet, dass ein Fischer, der beschuldigt wurde, beim Wiegen betrogen zu haben, heuchlerisch ausrief: „Zu Stein soll ich werden, wenn ich falsch gewogen habe!“ Und prompt wurde er für sein frevlerisches Lügen und Betrügen bestraft. Seit den 1988 steht er auf dem Benediktiner Platz.

Weitere Informationen unter www.visitklagenfurt.at.

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