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Hohenfels – Das Landhotel



Eine kleine Chronik

Jeder Mensch hat seine Geschichte. Jedes Haus auch. Und so wollen wir erzählen, wie das Hohenfels entstand und zu dem wurde, was es heute ist. Begleiten Sie uns auf diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit und auf dem Weg in die Gegenwart.

Wie das Hohenfels zu seinem Namen kam

Damals, in der ersten Hälfte der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, baute man in in unseren Breiten in der Regel kein Hotel, sondern einen „Gasthof mit Fremdenzimmern“. Idealerweise stand dieses Haus im Ortszentrum, möglichst nahe an der Kirche. Als sich Mathäus und Elfriede Grad entschlossen, ein gastliches Haus in Tannheim zu errichten, wichen sie von diesem Ideal ab. Sie hatten ein „Hotel-Restaurant“ im Sinn und dazu einen Bauplatz ausersehen, der fünf Gehminuten vom Ortszentrum entfernt lag, mitten in der Natur auf einem Hügel, mit unverbaubarem Blick auf das Dorf und die Tannheimer Bergwelt. So schön der Platz auch war, er wartete gleich mit einem Riesen-Problem auf. Beim Beginn des Aushubs stellte sich heraus, dass der ganze Untergrund aus einer riesigen Felsplatte bestand. Mit normalen Mitteln war da kein Staat zu machen, geschweige denn eine Baugrube. Also musste der Fels zum Teil gesprengt werden, um das Fundament des Hauses zu legen. So kam das Haus auf einem Felsen zu stehen, der in angenehmer Höhe über dem Tal liegt. Hohenfels – der Name war geboren.

Es begann zu Weihnachten im Jahr 1964

Kurz vor dem Weihnachtsfest des Jahres 1964 war das Werk vollbracht. Matthäus und Elfriede Grad und deren Tochter Sigrid Radi eröffneten ihr „Hotel-Restaurant“ mit 30 Gästezimmern und 100 Sitzplätzen in der Gastronomie. Das Ehepaar Grad hatte schon viel von der Welt gesehen, bevor es sich entschloss, in der Heimat etwas Eigenes aufzubauen. Elfriede, die im Hohenfels von Anfang an das Zepter in der Küche schwang, hatte ihre Ausbildung im renommierten Hotel „Frankfurter Hof“ absolviert, das noch heute zu den Spitzenhäusern in Deutschland zählt. Dort lernte sie Matthäus Grad kennen, einen Tannheimer Touristik-Pionier. Er war einer der ersten Skilehrer im Tal, absolvierte die Hotelfachschule in Wien, verbrachte seine Lehr- und Lernjahre in Monaco und auf Kreuzfahrtschiffen und war im Frankfurter Hof als Oberkellner engagiert. Das Ziel der beiden war von Anfang an, ihre Welterfahrung mit der Tiroler Gastlichkeit zu verbinden und daraus etwas Besonderes entstehen zu lassen. Das Hohenfels wurde sehr schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für Feinschmecker. Österreichische Küche mit französischem Einschlag – das lag nicht nur im Trend der Zeit, es wurde auch nirgends so überzeugend dargeboten, wie im Hause Grad/Radi. Was Küche und Beherbergung betraf, war das Hohenfels bald das „Erste Haus am Platz“.

Jahresringe

In den folgenden Jahren gab es immer wieder bauliche Veränderungen, von denen nur die wichtigsten erwähnt sein sollen. Im Jahr 1974 bekamen alle Südzimmer einen Wohnteil mit eigener Dusche und WC. Im Jahr 1978 erhielten alle Nordzimmer diese Komfortverbesserung. Der große Garten mit Freischwimmbad und Grillhäuschen entstand im Jahr 1984. Als erstes Haus im Tal bot das Hohenfels im Jahr 1986 ein Nachmittagsbuffet als Inklusivleistung im Rahmen der Halbpension. Das Jahr 1989 brachte eine einschneidende Änderung in der Orientierung des Hauses. Das Erholungsbedürfnis der Hausgäste vertrug sich nicht mehr mit dem regen Mittags- und Abendgeschäft im Restaurationsbereich, das hauptsächlich von größeren Besuchergruppen getragen wurde. Die Entscheidung war klar und ist es bis heute geblieben: Das Hohenfels und seine Gastlichkeit soll in erster Linie für die Gäste da sein, die auch im Hause wohnen.

Die Enkel-Generation mit neuen Ideen

So revolutionär das Hohenfels-Konzept in den zwei Jahrzehnten nach der Gründung war, irgendwann kam es doch in die Jahre. Wolfgang Radi, der Enkel der Gründer, studierte an der Hotelfachschule in Innsbruck und verbrachte seine gastronomische Ausbildung im Ausland. Schon bald hatte er die Vision, aus dem Haus der Eltern und Großeltern ein kleines, aber feines Landhotel der besonderen Art zu machen. Um für die Umsetzung dieser Vision gerüstet zu sein, belegte er ein dreijähriges Fachstudium zum Tourismuskaufmann an der Uni Innsbruck. Dort lernte er auch seine Gattin Monika kennen, die aus dem Finanzwesen kam, und ihn nach Studienabschluss nach Tannheim begleitete. Das „neue“ Hohenfels sollte nicht viel größer sein als das Hotel der Gründer, aber in allen Bereichen etwas Besonderes. So blieb es bei 30 Zimmereinheiten, doch frische Farben, moderne Stoffe, künstlerischer Ausdruck kehrten ein – alles mit Liebe ausgesucht und von heimischen Handwerken gefertigt.

Weitere Jahresringe

Im Jahr 1994 verkündeten Monika und Wolfgang Radi stolz die Ankunft von Sohn David. Im selben Jahr wurden die 16 Südzimmer umgebaut, außerdem kamen die Sauna, das Dampfbad, der Massagebereich und die große Sonnenterrasse als Komfortverbesserung für alle Gäste dazu. Im Jahr 1995 wurde der gesamte Gartenbereich mit Liegewiese und Schwimmbadtechnik erneuert. Im Jahr 1996 betrat Töchterchen Laura die große Bühne dieser Erde, aber auch das Haus selbst hatte Neues zu melden: die Bauernstube, das terrassenseitige Restaurant und die Familiensuite strahlten nach einem Umbau in frischem Glanz. Weitere Umbauten folgten: im Jahr 1997 die Hotelhalle, im Jahr 1998 die Küche, das gartenseitige Restaurant, das Buffet und das Getränkeoffice. Im Jahr 2000 kamen 8 „Edelweiß“-Doppelzimmer und 2 „Silberdistel“-Landhaussuiten dazu. Die vorerst letzte Umbaustufe war im Jahr 2001 die Erneuerung der Gartenanlage rund um das Freibad und die Erweiterung der Hotelküche.  Im Mai 2003 wurde das à la carte Restaurant für bis zu 16 Abendgäste geöffnet und im Jahr 2004 erfolgt eine Erweiterung der Wellnessoase für noch mehr Wohlgefühl im Hohenfels. Seit Juni 2006 ist das Hotel Hohenfels um ein kleines Landhaus mit zusätzlichen Doppelzimmern/Appartements (von 40 – 80 qm – alle mit Südlage!) der Kategorie „Vilsalpsee“ und offenen Garagenplätzen darunter erweitert worden und verfügt jetzt über 35 Zimmer. Die Gestaltung des kleinen, feinen Zubaus ist etwas völlig Neues, Anderes und Besonderes. Er ist ganz aus Holz und hat eine optimale Isolierung mit Naturprodukten, wie Holzfaser, Kork und Gips.

Seit dem Umbau im Jahr 2009 erstrahlt das Landhotel mit seinen nun 35 Zimmern besonders: Neu sind der ganzjährig beheizte Außenpool, der Ruheraum, der Beauty-Raum sowie die Außensauna. Zudem ist eine neue Verbindung zwischen dem Haupt- und dem Nebenhaus durch den Ruheraumtrakt geschaffen worden. Der Blick aus dem stilvollen Ruheraum ist einzigartig im Tannheimer Tal: Umgeben von Interieur aus regionalem Nuss- und Eichenholz liegt man auf einem Wasserbett und schaut durch raumhohe Fenster nach Süden auf das Tannheimer Bergmassiv und in das Tal Richtung Vilsalpsee.

Zwei Hauben für die Küche

Grund zum Jubeln für die guten Geister in Küche und Service des Hohenfels und wohl auch für die Gäste des Hauses, brachte das Jahr 2011. Der Gault Millau zeichnete die Gastronomie des kleinen, feinen Landhotels mit zwei Hauben aus. „Selten erlebt man ein so hoch motiviertes und herzlich agierendes Team“, so die Original-Belobigung. Die Impulse für diesen Teamgeist setzen auch Monika und Wolfgang Radi, die für das gemütliche Ambiente, die Tischkultur und das persönliche Wohlgefühl verantwortlich zeichnen“. Die gastronomischen Weihen reißen seit dem nicht ab.

Heute und morgen

Das also ist aus dem Haus auf dem Fels hoch über dem Tannheimer Tal geworden: ein kleines, feines Landhotel, für Menschen, die Freude am Leben, an der Natur, am Wohlsein und am Genießen haben. Alle, die im Hohenfels heute mit Begeisterung und Engagement arbeiten, Monika und Wolfgang Radi und alle Mitarbeiter/innen, verneigen sich in Anerkennung und Dankbarkeit vor den Gründern des Hauses und vor den Gästen, die dem Hotel in all den Jahren die Ehre gegeben haben. Sie werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass das Hohenfels ein besonderes Haus an einem besonderen Ort bleibt.

Information und Buchung

www.hohenfels.at/, info@hohenfels.at, Hohenfels – das Landhotel, Kreuzgasse 8, A-6675 Tannheim/Tirol, Telefon 0043-56 75-62 860

 

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